ETF-Fieber 2026: Uran, Kupfer und Schwellenländer auf der Überholspur
ETF-Fieber 2026: Uran, Kupfer und Schwellenländer auf der Überholspur – Ihr umfassender Guide für die heißesten Anlagetrends
Die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs) ist ein dynamisches und sich ständig wandelndes Universum. Was gestern noch als sichere Wette galt, kann morgen schon von neuen, aufregenden Trends in den Schatten gestellt werden. Das Jahr 2026 hat bereits in den ersten Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Während Technologiewerte, die lange Zeit die Märkte dominierten, eine überraschende Schwäche zeigten, katapultierten sich Sektoren wie Uran und Kupfer an die Spitze der Performance-Charts. Gleichzeitig erlebten die Schwellenländer eine beeindruckende Rallye, die viele Anleger aufhorchen ließ. In diesem umfassenden Leitfaden analysieren wir die heißesten Anlagetrends des Jahresstarts 2026, beleuchten die treibenden Kräfte dahinter und zeigen Ihnen, wie Sie als Anleger von diesen Entwicklungen profitieren können.
Der große Marktüberblick – Was bewegt die Börsen 2026?
Der Start ins Börsenjahr 2026 war von bemerkenswerten Verschiebungen geprägt. Eine genaue Betrachtung der verschiedenen Märkte und Anlageklassen offenbart ein komplexes Bild, das von unerwarteten Gewinnern und Verlierern gezeichnet ist. Die folgenden Analysen basieren auf Marktdaten vom 2. Februar 2026 und bieten einen detaillierten Einblick in die aktuellen Entwicklungen.
Ein gemischtes Bild an den globalen Aktienmärkten
Die deutschen Leitindizes zeigten sich zu Beginn des Jahres robust. Der DAX verzeichnete im Januar einen leichten Zuwachs von 0,2 Prozent, was seine Jahresperformance auf solide 12,9 Prozent anhebt. Noch überzeugender präsentierte sich der M-DAX, der im selben Zeitraum um 1,8 Prozent zulegte und damit seine Jahresbilanz auf beeindruckende 16,6 Prozent verbesserte. Diese Entwicklung deutet auf eine anhaltende Stärke des deutschen Mittelstands hin, der sich auch in einem unsicheren globalen Umfeld zu behaupten weiß.
In den Vereinigten Staaten fiel das Bild gemischt aus. Der S&P 500, der als breiter Indikator für den US-Aktienmarkt gilt, kam mit einem Plus von lediglich 0,4 Prozent kaum vom Fleck. Seine Jahresperformance liegt mit 0,6 Prozent ebenfalls auf einem verhaltenen Niveau. Besonders auffällig war die Schwäche der Technologiewerte, die in den vergangenen Jahren als die unangefochtenen Treiber der Märkte galten. Der Nasdaq 100 konnte im Januar nur um 0,2 Prozent zulegen, ein klares Zeichen dafür, dass die Anlegerstimmung gegenüber diesem Sektor abgekühlt ist.
Die eigentliche Sensation des Monats waren jedoch die Schwellenländer. Der MSCI Emerging Markets Index erlebte mit einem Zuwachs von 7,7 Prozent einen spektakulären Start ins Jahr und schraubte seine Jahresperformance auf starke 24,2 Prozent. Angeführt wurde diese Rallye von Südkorea, das mit einem atemberaubenden Monatsgewinn von 26,8 Prozent und einer Jahresperformance von 109,3 Prozent alle anderen Märkte in den Schatten stellte. Auch Taiwan (+10,0% im Monat) und Brasilien (+15,6% im Monat) zeigten beeindruckende Stärke. Diese Entwicklung signalisiert eine mögliche Neubewertung der globalen Wachstumsmotoren und rückt die Schwellenländer wieder stärker in den Fokus der Anleger.
| Marktindex | Monatsperformance Januar 2026 | Jahresperformance |
|---|---|---|
| DAX | +0,2% | +12,9% |
| M-DAX | +1,8% | +16,6% |
| S&P 500 | +0,4% | +0,6% |
| Nasdaq 100 | +0,2% | – |
| MSCI Emerging Markets | +7,7% | +24,2% |
| Südkorea | +26,8% | +109,3% |
Korrektur bei den sicheren Häfen: Gold, Silber und Bitcoin unter Druck
Der Januar schien zunächst das Märchen vom Gold als unangefochtenem Star des Monats zu bestätigen. Doch die ersten Tage des Februars brachten eine dramatische und jähe Wendung. Nach einer monatelangen Rekordjagd, die den Goldpreis auf über 5.500 US-Dollar pro Feinunze trieb, erlebten die Edelmetallmärkte eine der heftigsten Korrekturen der jüngeren Geschichte. Innerhalb von nur zwei Handelstagen brach der Goldpreis um fast 20 Prozent ein und fiel zeitweise unter die Marke von 4.500 US-Dollar. [2] [3] Dieser Absturz wurde durch eine Kombination aus aggressiven Gewinnmitnahmen nach der steilen Rallye und einer veränderten Einschätzung der US-Geldpolitik ausgelöst.
Silber, das kleine Geschwister des Goldes, wurde von dieser Korrekturwelle mit voller Wucht erfasst und verzeichnete ebenfalls massive Verluste. Der Abverkauf unterstreicht die hohe Volatilität der Edelmetallmärkte und dient als eindringliche Mahnung, dass auch vermeintlich sichere Häfen nicht vor scharfen Korrekturen gefeit sind.
Auch die Welt der Kryptowährungen wurde von schweren Turbulenzen erschüttert. Bitcoin, das digitale Gold, konnte seinem Ruf als Krisenwährung nicht gerecht werden und stürzte ebenfalls ab. Der Kurs fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar, was einem Verlust von rund 40 Prozent gegenüber seinem Höchststand im Jahr 2025 entspricht. [4] Hunderte Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung wurden innerhalb kürzester Zeit vernichtet. Führende Stimmen der Branche sprachen von einer tiefen Vertrauenskrise und erklärten den erhofften „Superzyklus“ für 2026 vorerst für beendet. [5] Die Ereignisse zeigen, dass Bitcoin weiterhin ein hochspekulatives und volatiles Asset bleibt, dessen Korrelation zu traditionellen Märkten oft unvorhersehbar ist.
Uran-ETFs – Die strahlenden Gewinner des Jahresstarts
Der wohl bemerkenswerteste Trend zu Beginn des Jahres 2026 ist der explosionsartige Anstieg von Uran-ETFs. Gleich mehrere Fonds, die sich auf Uranminen-Aktien und die Nuklearindustrie spezialisieren, dominieren die Performance-Listen mit atemberaubenden Zuwächsen. Dieser Boom ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer tiefgreifenden Neubewertung der Kernenergie im globalen Energiemix. Angesichts des wachsenden Drucks, die CO2-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten, erlebt die Kernkraft eine Renaissance. Länder auf der ganzen Welt überdenken ihre Haltung zur Atomenergie, planen den Bau neuer Reaktoren und verlängern die Laufzeiten bestehender Anlagen. Diese Entwicklung führt zu einer steigenden Nachfrage nach Uran, dem Brennstoff für Kernkraftwerke, was wiederum die Aktienkurse von Uranproduzenten in die Höhe treibt.
Die Angebotsseite verstärkt diesen Trend zusätzlich. Nach Jahren niedriger Preise und geringer Investitionen ist der Uranmarkt von einem Angebotsdefizit geprägt. Die Produktion kann mit der steigenden Nachfrage kaum Schritt halten, was den Preis für das radioaktive Metall weiter antreibt. Für Anleger, die von diesem Megatrend profitieren möchten, bieten Uran-ETFs eine einfache und diversifizierte Möglichkeit, in den Sektor zu investieren. Anstatt einzelne, oft volatile Aktien von Minenbetreibern zu kaufen, können sie mit einem einzigen ETF in ein ganzes Bündel von Unternehmen investieren.
Die folgende Tabelle zeigt die Top-Uran-ETFs, die im Januar 2026 die höchsten Renditen erzielten:
| ETF-Name | ISIN | Monatsperformance Januar 2026 |
|---|---|---|
| Sprott Junior Uranium Miners ETF | IE00075IVKF9 | +49,15% |
| Sprott Uranium Miners ETF | IE0005YK6564 | +43,91% |
| Wisdomtree Uranium and Nuclear Energy ETF | IE0003BJ2JS4 | +35,30% |
| Global X Uranium ETF | IE000NDWFGA5 | +34,89% |
| Vaneck Uranium and Nuclear Technologies ETF | IE000M7V94E1 | +25,89% |
Quelle: DAS INVESTMENT, FWW Fonds-Explorer, Stand: 02.02.2026

Kupfer und Silber – Die stillen Stars im Rohstoffsektor
Neben dem strahlenden Sieger Uran haben sich auch andere Metalle zu Beginn des Jahres 2026 als äußerst lukrative Investments erwiesen. Insbesondere Kupfer und Silber zeigten eine beeindruckende Performance und rückten damit stärker in den Fokus der Anleger. Ihr Aufstieg ist eng mit fundamentalen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen verknüpft, die ihnen auch langfristig eine hohe Relevanz sichern dürften.
Kupfer, oft als „Dr. Copper“ bezeichnet, gilt als zuverlässiger Indikator für die globale Wirtschaftslage. Eine steigende Nachfrage nach dem roten Metall deutet auf eine wachsende industrielle Produktion und eine robuste Konjunktur hin. Der aktuelle Preisanstieg wird maßgeblich von der globalen Energiewende getragen. Kupfer ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastruktur, Windturbinen und Solaranlagen. Mit dem weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien und der zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs wird die Nachfrage nach Kupfer voraussichtlich weiter stark ansteigen. Gleichzeitig kämpft die Angebotsseite mit Herausforderungen wie sinkenden Erzgehalten in bestehenden Minen und einem Mangel an Neuentdeckungen, was das Preispotenzial zusätzlich erhöht.
Silber, das oft im Schatten von Gold steht, hat eine faszinierende Doppelrolle. Einerseits ist es ein Edelmetall und dient wie Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Andererseits ist es ein wichtiges Industriemetall mit einer breiten Palette von Anwendungen. Es findet sich in der Elektronik, in der Medizintechnik und vor allem in der Photovoltaik. Jedes Solarpanel enthält Silber, und mit dem globalen Boom der Solarenergie steigt auch die Nachfrage nach dem weißen Metall. Diese Kombination aus monetären und industriellen Eigenschaften macht Silber zu einem einzigartigen und potenziell sehr ertragreichen Investment.
Für Anleger, die in diese vielversprechenden Metalle investieren möchten, bieten sich spezialisierte ETFs an. Der Global X Copper Miners ETF (IE0003Z9E2Y3) und der Global X Silver Miners ETF (IE000UL6CLP7) gehörten im Januar zu den Top-Performern und erzielten Renditen von +28,46% bzw. +28,34%.
| ETF-Name | ISIN | Monatsperformance Januar 2026 |
|---|---|---|
| Global X Copper Miners ETF | IE0003Z9E2Y3 | +28,46% |
| Global X Silver Miners ETF | IE000UL6CLP7 | +28,34% |
Quelle: DAS INVESTMENT, FWW Fonds-Explorer, Stand: 02.02.2026
Schwellenländer – Der schlafende Riese erwacht
Nach einer längeren Phase der Underperformance scheinen die Schwellenländer im Jahr 2026 mit aller Macht an die Kapitalmärkte zurückzukehren. Der MSCI Emerging Markets Index, der ein breites Spektrum dieser dynamischen Volkswirtschaften abbildet, legte im Januar um beeindruckende 7,7 Prozent zu. Dieses Comeback wird von einer Reihe von Faktoren angetrieben, darunter attraktive Bewertungen, ein starkes Wirtschaftswachstum und eine zunehmende Unabhängigkeit von den Konjunkturzyklen der etablierten Industrienationen.
An der Spitze dieser Bewegung stehen asiatische Technologiestandorte und rohstoffreiche Nationen in Lateinamerika. Südkorea erwies sich als der unangefochtene Champion des Monats. Angetrieben von einer boomenden Halbleiterindustrie und starken Exporten erzielte der südkoreanische Aktienmarkt einen phänomenalen Zuwachs von 26,8 Prozent. Der Amundi MSCI Korea ETF (LU1900066975), der die Wertentwicklung südkoreanischer Unternehmen abbildet, profitierte direkt von dieser Entwicklung und verzeichnete einen Zuwachs von 26,23 Prozent.
Auch Taiwan, ein weiteres Schwergewicht im globalen Technologiesektor, zeigte mit einem Monatsplus von 10,0 Prozent eine starke Leistung. Die Insel ist die Heimat einiger der weltweit größten und innovativsten Halbleiterhersteller und profitiert von der ungebrochenen Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz, Rechenzentren und mobile Endgeräte.
In Lateinamerika stach insbesondere Brasilien mit einem Plus von 15,6 Prozent hervor. Das Land profitiert von den hohen Rohstoffpreisen und einer sich stabilisierenden politischen Lage. Als einer der größten Exporteure von Eisenerz, Sojabohnen und Rohöl ist die brasilianische Wirtschaft eng an die Entwicklung der globalen Rohstoffmärkte gekoppelt.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die Schwellenländer weit mehr sind als nur eine homogene Anlageklasse. Jeder Markt hat seine eigenen Treiber, Chancen und Risiken. Für Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren und von den überdurchschnittlichen Wachstumschancen in diesen Regionen profitieren möchten, ist eine genaue Analyse der einzelnen Länder und Sektoren unerlässlich.
| Region/Land | Index-Performance Januar 2026 | Relevanter ETF (Beispiel) | ETF-Performance Januar 2026 |
|---|---|---|---|
| Schwellenländer (Gesamt) | +7,7% (MSCI EM) | iShares MSCI Emerging Markets ETF | – |
| Südkorea | +26,8% | Amundi MSCI Korea ETF (LU1900066975) | +26,23% |
| Taiwan | +10,0% | iShares MSCI Taiwan ETF | – |
| Brasilien | +15,6% | iShares MSCI Brazil ETF | – |
Quelle: DAS INVESTMENT, FWW Fonds-Explorer, Stand: 02.02.2026
Was Anleger jetzt wissen müssen – Chancen und Risiken der neuen Top-Trends
Die beeindruckenden Renditen, die zu Beginn des Jahres 2026 in Sektoren wie Uran, Kupfer und den Schwellenländern erzielt wurden, sind zweifellos verlockend. Doch wie bei jedem Investment gilt auch hier: Hohe Chancen gehen oft mit ebenso hohen Risiken einher. Eine fundierte Anlageentscheidung erfordert daher eine sorgfältige Abwägung der potenziellen Vor- und Nachteile. Bevor Sie Ihr Kapital in diese heißen Trends investieren, sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen.
Die Chancen: Megatrends als langfristige Wachstumstreiber
Die aktuellen Kursfeuerwerke sind mehr als nur kurzfristige Marktkapriolen. Sie werden von tiefgreifenden, langfristigen Megatrends angetrieben, die das Potenzial haben, diese Sektoren über Jahre hinweg zu beflügeln.
- Die globale Energiewende: Der unaufhaltsame Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ist der wohl stärkste Treiber für die Nachfrage nach Uran und Kupfer. Uran wird für die emissionsfreie Stromerzeugung in Kernkraftwerken benötigt, die als zuverlässige und grundlastfähige Ergänzung zu den volatilen erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind gelten. Kupfer ist das Rückgrat der Elektrifizierung. Ohne dieses Metall sind weder Elektroautos noch Windturbinen oder intelligente Stromnetze denkbar. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass sich die Nachfrage nach kritischen Mineralien für saubere Energietechnologien bis 2040 vervierfachen könnte, was das enorme Potenzial für diese Rohstoffe unterstreicht.
- Demografie und Aufholprozesse in den Schwellenländern: Viele Schwellenländer zeichnen sich durch eine junge, wachsende Bevölkerung und eine aufstrebende Mittelschicht aus. Dies führt zu einer steigenden Binnennachfrage nach Konsumgütern, Dienstleistungen und moderner Infrastruktur. Gleichzeitig holen diese Länder technologisch rasant auf und werden zu wichtigen Zentren für Innovation und Produktion. Südkorea und Taiwan sind bereits heute führend in der Halbleitertechnologie, während Länder wie Brasilien und Indien über ein enormes Potenzial für digitales Wachstum verfügen. Investitionen in diese Regionen bieten die Chance, am wirtschaftlichen Aufstieg von Milliarden von Menschen teilzuhaben.
Die Risiken: Volatilität und geopolitische Unsicherheiten
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die mit den aktuellen Trends verbundenen Risiken dürfen nicht ignoriert werden.
- Rohstoffpreis-Volatilität: Die Preise für Rohstoffe wie Uran, Kupfer und Silber sind bekanntermaßen volatil. Sie reagieren empfindlich auf Veränderungen der globalen Konjunktur, auf geopolitische Ereignisse und auf Verschiebungen im Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Ein plötzlicher Wirtschaftsabschwung oder die Entdeckung neuer, großer Vorkommen könnte die Preise schnell wieder unter Druck setzen.
- Geopolitische Risiken: Investitionen in Schwellenländer sind oft mit erhöhten geopolitischen Risiken verbunden. Politische Instabilität, regulatorische Änderungen, Handelskonflikte oder Währungsschwankungen können die Wertentwicklung von Aktien und ETFs aus diesen Regionen erheblich beeinträchtigen. Anleger sollten die politische und wirtschaftliche Lage in den jeweiligen Ländern genau beobachten.
- Sektorspezifische Risiken: Jeder Sektor hat seine eigenen, spezifischen Risiken. Im Uransektor können beispielsweise Änderungen der gesetzlichen Vorschriften zur Kernenergie oder Sicherheitsbedenken nach einem Reaktorunfall die Marktstimmung schnell kippen lassen. Bei Rohstoff-ETFs, die in Minenaktien investieren, kommen zudem unternehmerische Risiken wie Managementfehler, Streiks oder Umweltauflagen hinzu.
Die richtige Strategie: Diversifikation und Due Diligence
Wie können Anleger also die Chancen nutzen, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren? Die Antwort liegt in einer klugen und disziplinierten Anlagestrategie.
- Diversifikation ist der Schlüssel: Setzen Sie niemals alles auf eine Karte. Auch wenn ein Trend noch so vielversprechend erscheint, sollte er nur einen Teil Ihres Gesamtportfolios ausmachen. Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Sektoren hinweg ist der beste Schutz gegen unvorhergesehene Verluste.
- Führen Sie Ihre eigene Due Diligence durch: Verlassen Sie sich nicht blind auf Performance-Listen der Vergangenheit. Bevor Sie in einen ETF investieren, sollten Sie ihn genau unter die Lupe nehmen. Achten Sie auf die Gesamtkostenquote (TER), die Tracking Difference (die Abweichung der ETF-Performance von der Index-Performance) und die genaue Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index. Verstehen Sie, in welche Unternehmen und Länder der ETF investiert.
- Definieren Sie Ihre Risikotoleranz: Machen Sie sich bewusst, wie viel Risiko Sie bereit sind einzugehen. Themen-ETFs in Nischensektoren wie Uran sind in der Regel deutlich riskanter als breit gestreute globale Aktien-ETFs. Passen Sie die Größe Ihrer Position an Ihre persönliche Risikobereitschaft an.
- Denken Sie langfristig: Viele der vorgestellten Trends sind langfristiger Natur. Die Energiewende oder der Aufstieg der Schwellenländer sind Entwicklungen, die sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken werden. Versuchen Sie nicht, kurzfristige Marktschwankungen zu timen. Ein langfristiger Anlagehorizont hilft Ihnen, volatile Phasen auszusitzen und von der grundlegenden Wachstumsdynamik der Sektoren zu profitieren.
Schlussfolgerung: Informiert und agil in die Zukunft investieren
Der Start ins Börsenjahr 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Märkte immer für eine Überraschung gut sind. Die Renaissance der Kernenergie, der unaufhaltsame Vormarsch der Elektrifizierung und das neu erwachte Selbstbewusstsein der Schwellenländer haben neue Stars am ETF-Himmel hervorgebracht. Diese Trends bieten versierten Anlegern spannende Chancen auf überdurchschnittliche Renditen.
Doch der Weg zum Anlageerfolg ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Er erfordert Geduld, Disziplin und die Bereitschaft, sich kontinuierlich zu informieren und die eigene Strategie an neue Gegebenheiten anzupassen. Die in diesem Artikel vorgestellten Analysen und Einblicke sollen Ihnen als Kompass dienen, um sich in der komplexen Welt der ETFs zurechtzufinden und fundierte Entscheidungen für Ihr Portfolio zu treffen. Nutzen Sie die Chancen, die sich Ihnen bieten, aber behalten Sie stets die damit verbundenen Risiken im Blick. Denn nur so können Sie langfristig erfolgreich an den globalen Kapitalmärkten agieren. Die Welt der Finanzen schläft nie, und die Trends von heute können die alten Hüte von morgen sein. Ein proaktiver und gut informierter Anleger ist daher immer im Vorteil. Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie kritisch und vor allem: Bleiben Sie investiert.
Schreibe einen Kommentar